Danlin Felix Sheng

Solist in unserer Winterspielzeit 2019/20 mit

Dmitri Schostakowitsch: Klavierkonzert Nr. 2 F-Dur, op. 102

Konzerttermine

 

Sheng konnte idyllisch mit der Tastatur spielen, er konnte aber auch enorme Dynamik entwickeln und den Hörer seine Kraft in den Fingern spüren lassen. Seine großartige Technik und seine musikalische Ausdrucksfähigkeit erlaubten es ihm, ständig die musikalische Substanz zu präsentieren.“ (Kurt Bayer, Mittelbadische Presse, 22.12.2015)

 

Zusammen mit der ruhigen Ausstrahlung des Protagonisten, bewirkt das eine angenehme Konzentration auf die Musik selbst, fernab aller Selbstinszenierung eines genialischen Virtuosentums.“ (Gernot Blume, Allgemeine Zeitung Bingen (VRM), 30.06.2016)

 

Obwohl Sheng die schwierigen Passagen mit beeindruckender Leichtigkeit meisterte, war das Konzert kein bloßes Zurschaustellen technischer Geläufigkeit. Vielmehr zeigte sich gerade hier sein präziser und transparenter Anschlag, der die Ausgestaltung im Sinne eines stets durchdachten musikalischen Plans ermöglichte." (Oliver Tadjbach, Oberhessische Presse, 22.11.2018)


Schon als kleines Kind hatte Danlin Felix Sheng die einprogrammierten Melodiefolgen auf dem Keyboard mühelos nachspielen können. Kein Wunder, dass seine Eltern später ein Klavier kauften und er mit 6 Jahren den Klavierhocker erklomm.


Geboren 1989 in Berlin, schloss Danlin Felix Sheng 2017 sein Klavierstudium mit dem Konzertexamen an der Hochschule für Musik Freiburg mit Auszeichnung ab. Zu seinen Lehrern zählten u.a. Claudia Henninger, Michael Leuschner, Eric Le Sage und Joachim Volkmann. Zusätzlich nahm er an Meisterkursen teil, die von renommierten Pianisten und Pädagogen wie Alfred Brendel, Klaus Hellwig, Karl-Heinz Kämmerling, Konrad Elser, Piotr Paleczny und Bernd Glemser geleitet wurden.


Zahlreiche Preise und Auszeichnungen belegen die hohe Wertschätzung seines Spiels. So erhielt er mehrere erste Preise beim Jugend-Musiziert Bundeswettbewerb, beim Mendelssohn-Wettbewerb Bad Soden und auch beim Internationalen Wiesbadener Klavierwettbewerb; im Juni 2011 wurde ihm der 3. Preis beim Carl Bechstein Hochschulwettbewerb für Klavier Baden-Württemberg 2011 verliehen. Die
dadurch entstandenen Engagements führten ihn auf Konzertpodien im gesamten Bundesgebiet, Frankreich, Österreich, Italien und in der Schweiz.


Für Klavierkonzerte mit Orchester ist Danlin Felix Sheng ein erfahrener und gefragter Solist, sein Repertoire umfasst neben Konzerten von Bach, Mozart, Beethoven, Tschaikowsky und Ravel alle Klavierkonzerte von Brahms und Schostakowitsch. Mit großer Leidenschaft widmet er sich auch der Kammermusik; neben vielen großbesetzten Werken (Klavierquartette & -quintette von Schubert, Schumann, Fauré und Dvorak) hat er auch zahlreiche Sonaten für Klavier und diversen anderen Instrumenten wie z.B. Violoncello, Oboe, Violine und Saxophon einstudiert. 2009 bekam er beim Wettbewerb um den Carl-Seemann-Preis den 2. Preis im Fach Duo Violoncello/Klavier zugesprochen; ein 1. Preis wurde nicht vergeben. 2018 erreichte er beim internationalen Wettbewerb „Verfemte Musik“ Schwerin im Duo Saxophon/Klavier das Finale.
Seit 2019 ist Danlin Felix Sheng immer wieder gastweise bei renommierten Orchestern wie dem hr-Sinfonieorchester oder den Bamberger Sinfoniker als Orchesterpianist tätig. Für Aufsehen sorgt auch seine rege Tätigkeit als Paukist und Schlagzeuger in diversen Orchestern, u.a. dem Sinfonieorchester Crescendo Freiburg, Brucknerorchester Coburg und auch der Jungen Marburger Philharmonie.
Im April 2018 nahm er seine Lehrtätigkeit an der Musikschule Marburg auf.


Carl-Philipp Kaptain 

Solist in unserer Sommerspielzeit 2019 mit

Launy Grøndahl – Konzert für Posaune und Orchester

Konzerttermine

 

Der Posaunist Carl-Philipp Kaptain erhielt seine musikalische Ausbildung am Musikgymnasium „Schloss Belvedere“ Weimar, an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ sowie an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, wo er 2017 sein Masterstudium „mit Auszeichnung“ abschloss. Zu seinen Lehrern zählen Thomas Schneider (Staatskapelle Weimar), Olaf Ott (Berliner Philharmoniker) und Helge von Niswandt (Konzerthausorchester Berlin) – darüber hinaus erhielt er wichtige Impulse bei Meisterkursen und Unterrichten mit Jonas Bylund (Hannover), David Bruchez (Zürich), Dietmar Küblböck (Wiener Philharmoniker), Steven Lange (Boston Symphony Orchestra), Kristian Steenstrup (Aarhus) u.a.

Carl-Philipp Kaptain war mehrfach Preisträger bei den Bundeswettbewerben von „Jugend musiziert“. Nachdem er schon 2005 einen Förderpreis der Artur-Wolfsohn-Stiftung seiner Heimatstadt Zeitz bekam, gewann er 2015 den Internationalen Nachwuchsförderpreis der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig, woraufhin er von Christian Thielemann persönlich zu Probenbesuchen bei den Bayreuther Festspielen eingeladen wurde. Darüber hinaus war er Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes Berlin-Brandenburg sowie des „Live Music Now“ e.V. Leipzig.

Schon während des Studiums hatte Carl-Philipp Kaptain Zeitverträge, Akademie- und Praktikantenstellen beim Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/Oder, bei der Staatskapelle Weimar und beim MDR-Sinfonieorchester Leipzig. Darüber hinaus spielt er regelmäßig als Gast mit Orchestern wie Spira mirabilis (Italien), dem Gewandhausorchester Leipzig, den Staatsorchestern Kassel und Braunschweig, dem Ensemble reflektor und war langjähriges Mitglied sowie Gruppensprecher der Posaunen in der Jungen Deutschen Philharmonie. Dabei arbeitete er mit namhaften Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Dennis Russell Davies, Jonathan Nott, Kristjan Järvi, Hans-Christoph Rademann und Wayne Marshall zusammen und spielte in den großen Konzertsälen Mitteleuropas, in Japan, China und Südamerika. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er bei der Jenaer Philharmonie fest angestellt.

Als engagierter Kammermusiker spielte Carl-Philipp Kaptain u.a. mehrfach mit dem Ensemble „ambrassador“ unter Leitung von Klaus Schuhwerk, mit dem Blechbläserensemble des Gewandhausorchesters „Leipzig Brass“, der Formation „10forBrass“ und mit dem Akademisten-Ensemble der Berliner Philharmoniker.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit ist nicht zuletzt die intensive Beschäftigung mit der historisch informierten Aufführungspraxis und Forschung am Repertoire für Barockposaune. Dabei kommen ihm sowohl sein ausgeprägtes Interesse an historischen Schriften, Drucken und Quellenarbeit, als auch seine publizistischen Erfahrungen im auf wissenschaftlich-kritische Erstausgaben spezialisierten „ortus musikverlag“ Berlin zugute. Zu seinen Lehrern auf der Barockposaune zählen Adam Woolf und Wim Becu, mit dem er im Rahmen von Meisterkursen und beim „Historic Brass Studio“ Bremen zusammenarbeitete. Carl-Philipp Kaptain musiziert in diesem Bereich regelmäßig mit Ensembles wie der Cammermusic Potsdam, dem Johann Rosenmüller Ensemble, der Mitteldeutschen Kammerkantate und „I bassiparlanti“.


Dennis Pientak

Solist in unserer Winterspielzeit 2018/19 mit

Nino Rota: Divertimento concertante für Kontrabass und Orchester

 

Dennis Pientak ist ein junger deutscher Kontrabassist, geboren 1995 in Wuppertal.

2009–2012 nahm er Unterricht bei Wlodzimierz Gula und war 2012–2013 Jungstudent an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Niek de Groot. 2013-2016 setzte er dort sein Bachelorstudium bei Niek de Groot und Olivier Thiery fort. Seit 2016 ist er Bachelorstudent an der Robert-Schumann-Hochschule für Musik in Düsseldorf bei Rick Stotijn.

Dennis Pientak besuchte seit 2014 zahlreiche Meisterkurse u. a. bei Matthew McDonald, Janne Saksala und Joel Quarrington. Seit 2017 ist er Stipendiat der Stiftung Live Music Now. Seine ersten Orchestererfahrungen hat er 2011–2013 im Bundesjugendorchester gesammelt.

Seit dem 15. Juni 2018 ist er Stipendiat der Orchesterakademie des hr-Sinfonieorchesters.